Aquaponik Schema

Wie der Fisch zum Gärtnern kam!

Wenn Fischzucht auf Gemüsegärtnern trifft, dann gehen zwei effiziente Produktionssysteme eine Symbiose ein. Die Verbindung der beiden Systeme ermöglicht die mehrfache Nutzung von Wasser und Nährstoffen, nutzt verfügbare Energie und Flächen hocheffizient und integriert sich exzellent in die lokale Lebensmittelversorgung. Die Verbindung der beiden Systeme heißt Aquaponik, ein Kunstwort, zusammengesetzt aus Aquakultur und Hydroponik. 

Aquaponik steht in unserem Sinne für eine lokale transparente und nachhaltige Lebensmittelproduktion. Sie verbindet die Erzeugung von Fischen oder anderen aquatischen Lebewesen mit der Erzeugung von Nutzpflanzen in Hydrokultur in einem biologisch optimierten und ressourcenschonenden Kreislaufsystem. Es bietet folgende Vorteile:

  • realisierbar unabhängig von knapper landwirtschaftlicher Nutzfläche,
  • Kreislaufwirtschaft und Optimierung von Stoffströmen,
  • lokale und regionale Produktion mit der Möglichkeit, ungenutzte Flächen und Raumkapazitäten sowie Abwärmepotenziale zu nutzen (Anm. ideal für Metropole Regionen in Konversion wie z.B. das Ruhrgebiet),
  • Beitrag zur Sicherung lokaler Versorgung, zur Schaffung lokaler Arbeitsplätze sowie zur lokalen Wertschöpfung.

Lebensmittelproduktion ist Vertrauenssache. Doch das Vertrauen der Verbraucher schwindet. Zu viele Lebensmittelskandale und zu undurchsichtige Produktionsbedingungen verunsichern die Konsumenten. Dabei werden Missstände immer wieder in der Öffentlichkeit proklamiert. Dazu zählen zum Beispiel die Überfischung der Meere, die Verbreitung von Seuchen oder unendliche Lieferketten, um die eigentliche Herkunft von Lebensmitteln zu verschleiern und die unverantwortlichen Produktionsbedingungen verdeckt zu halten.

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